Blog-Eintrag

Instandstellung Seen und Bäche (Teil 1)

21.11.2018

Die Ausgangslage 

 

Die beiden grossen Seen (2.3ha + 0.8ha) auf unserem Terrain wurden von Menschenhand angelegt. Der kleinere See (Bilder oben) vor über hundert Jahren, der grosse (Bild unten) vor ca. 30 Jahren von unserem Vorbesitzer. Beide Seen werden durch den natürlichen Bachlauf Rebellier gespiesen.

 

 

 

Als wir das Grundstück erworben haben, wohnte die Vorbesitzerin bereits seit mehreren Jahren nicht mehr hier und die technischen Installationen, wie die Dämme, die Bachbette, die Überläufe etc. für die Seen und Bäche wurden nicht mehr in Stand gehalten. Dies führte dazu, dass

  • die Bäche ausbrachen und grosse Breschen in die  Böschungen wuschen

  • sich die leeren Bachbett komplett mit Erde und Sand füllten

  • ein Damm leckte und der kleine See not-entleert werden musste

  • die Wasseraufteilung eingangs der Seen komplett vom Bach um- und unterspült wurde

  • die ganze Niveauregulierung der Seen nicht mehr funktionierte

Zum Schutz der natürlichen Gewässer gibt es genaue Regeln, unter anderem wie und wieviel Wasser abgezweigt werden darf und wie das Wasser wieder dem Bach zugeführt werden muss. Diese Regeln werden in einer Verordnung festgehalten, die anlässlich der Bewilligung zum Bau der Seen erlassen wird.

In einem Vorprojekt hat ein freier Mitarbeiter des "Syndicat des étangs corréziens" für uns eine Ist-Aufnahme erstellt und eine Konzeption ausgearbeitet, wie die Installation repariert respektive angepasst werden müssten, damit alles wieder der Norm entspricht.

Dieses Konzeptpapier wurde anschliessend von der DDT (Direction départementale des territoires) und der Police de l'eau geprüft und mit einer neu erstellten Verordnung (Arrêté) zur Umsetzung freigegeben.

Vom ersten Gespräch mit dem Syndicat des étangs corréziens bis zur Freigabe der Arbeiten an den Unternehmer vergingen ganze 19 Monate!

 

Kleine Randbemerkung - sobald mein Webtool im Blog PDF-Dokumente unterstützt, werde ich die Verordnung und das Projektdossier hochladen :-(  

 

Folgende bauliche Massnahmen sind im Wesentlichen im Projekt enthalten:

 

Kleiner See

  • Zerstörung und Entsorgung der alten, betonierten Wasseraufteilung vor dem kleinen See (eine Überprüfung hat ergeben, dass sich der kleine See selbständig durch das vorgelagerte Feuchtgebiet des Bachlaufs Rebelliers versorgt)

  • Ersatz des Ablaufrohr unter dem Mönch durch ein Rohr mit 40cm Durchmesser

  • Aufbau einer Bentonit-Abdichtung für den gesamten Damm zur Sicherung der Dichtigkeit

  • Einbau eines Betonbeckens nach dem Damm für die kontrollierte Entleerung des Sees (Auffangbecken für die Fische)

  • Ausbaggern des Überlaufs, betonieren einer besseren Zuführung des Wassers zum Überlauf

  • Konstruktion eines Notfallüberlaufs (Point-bas), ein bewusst konstruierter tiefster Punkt auf dem Damm

  • Ersatz Brücke über den Bach und bestehende 40cm Röhren mit Betonelement 1.50m x 50cm

  • Neubau einer Wasseraufteilung (Beton und grosse Felsen) im Bachlauf für die Alimentierung des grossen Sees. 1/3 des Wassers für den See, 2/3 bleiben im Bach.

  • Ausbaggern des bestehenden Bachbettes bis zum Ablauf des grossen Sees, wo die Wasserläufe wieder zusammenkommen.

  • Reparieren der Breschen, wo das Wasser aus dem Bett ausgebrochen ist.

Grosser See

  • Absetzbecken ausbaggern

  • Eingang zum Absetzbecken betonieren

  • Ablauf aus dem Absetzbecken betonieren

  • Restliche Bäume roden

 

Die Vorarbeiten

 

Während der Projektierung hatten wir Zeit für die Aufräumarbeiten als Vorbereitung für die Bauarbeiten. Das hiess vor allem roden, roden, roden, ... !

Die Dämme, das Bachbett und viele der technischen Installationen waren komplett mit Birken und Weiden überwachsen. Das dauert hier nicht lange, eine Weide am Rand des Wassers wächst hier problemlos 2m pro Jahr!

 

Hier ein paar Bilder zum Ist-Zustand vor Beginn der Bauarbeiten:

 

 

 

 

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