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Freie Ziegen dank GPS

Wie wir in einem anderen Beitrag bereits ausgeführt haben, lieben unsere Ziegen Spaziergänge, wo sie überall ein wenig fressen können. Dazu kommt, dass sie uns relativ klar zu verstehen geben, dass sie das Heu als Winterfutter nicht mögen.

Natürlich haben wir aber keine Zeit, jeden Tag zwei oder dreimal eine gute Stunde mit den Ziegen spazieren zu gehen.


Doch dann hat uns der Zufall geholfen. Die Ziegen sind seit Anfang Winter auf einer mobil eingezäunten Winterweide von ca. 0.5 ha hinter dem Ferienhaus Richtung Damm des grossen Sees (auf dem folgenden Bild in orange markiert).


Winterweide Ziegen

Einmal nach dem Spazieren haben wir vergessen, das hintere Tor (Richtung Damm) zu schliessen und wir haben es erst nach drei oder vier Tagen bemerkt. Die Ziegen waren jeden Abend da, um die Nacht im Unterstand zu verbringen, so bemerkten wir nichts von ihren Ausflügen, die sie tagsüber unternommen haben.

Es lag auf der Hand. Die Ziegen wollten die Nacht im sicheren Unterstand verbringen und fanden sich tagsüber anscheinend gut alleine auf dem Gelände zurecht.


Also musste ein GPS-Tracker her, denn, man suche mal vier Ziegen auf 57ha (oder deutlich mehr mir den angrenzenden Grundstücken)!

Die Wahl ist relativ rasch auf das Produkt Tractive Dog XL gefallen. Der Tracker wiegt 90g und ist für die Ziege praktisch nicht spürbar. Toll ist, das die Batterie bei uns problemlos 2 Wochen hält, bevor wir wieder aufladen müssen. Wir nehmen jedoch den Tracker jeden Abend ab und schalten ihn aus. Es ist übrigens so, dass wir nur eine Ziege tracken, da die vier nie getrennte Wege gehen.

Verfolgen kann man die Bewegungen des Trackers in einer gut bedienbaren App auf dem Smartphone. Diese speichert auch die Bewegungen des ganzen Tages, so dass man auf mal nachgucken kann, auf welchem Weg die Ziegen an einen bestimmten Ort gekommen sind.


Tractive hat den Vorteil, dass man auf der Karte sichere Bereiche und sogenannte Tabu-Zonen einrichten kann.

Wir haben das wie folgt gemacht definiert.



blau = Grundstück / grün = sichere Zone / rot = Tabu-Zone

Jetzt bleibt das Tor Richtung Damm des grossen Sees immer offen und die Ziegen können sich frei im grünen Bereich (27ha) bewegen. Verlassen sie diese Zone, kriegen wir auf dem Smartphone eine Meldung und können reagieren.

Gehen sie in den roten Bereich, gibt es noch eine extra Warnung auf dem Smartphone. Der rote Bereich sind bei uns der Garten und die Obstbäume. Sind auf dem Weg dahin, müssen wir sie schnell abfangen.


Und es klappt wunderbar! Die Ziegen machen jeden Tag zwischen 5 und 9 kilometer auf dem Gelände und ernähren sich so extrem vielseitig und damit gesund.

Viel bewegen sie sich auf den Wegen, umrunden den See und kommen dann vom kleinen Damm her entweder unten dem Bach entlang oder auf dem Weg Richtung Longère zurück. Hier fangen wir sie mit etwas Futter-Pellets ab und bringen sie zurück auf die Winterweide.


Auf der App sieht das dann so aus:


  1. Bild Positionsanzeige Übersicht

  2. Bild Positionsanzeige Zoom (hier sieht man gut, dass sich die Ziegen beim kleinen Chalet aufhalten

  3. Verlauf des Tages mit Angabe der zurückgelegten km und der Strecke. In diesem Beispiel haben sie den See in einem Tag zweimal umrundet!





Übrigens, zufriedenen Ziegen schreien NIE ! So sieht es aus, wenn Ziegen aussuchen können, was sie im Winter (hier Januar 2024) fressen:








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