top of page

Blog-Post

 
  • Urs

Ausbau des kleinen Blockhauses

Inhalt



Nachdem Sandra und ich letztes Jahr das Dach des Blockhauses am kleinen See neu eingedeckt haben, (siehe hier) ging es dieses Jahr an den Ausbau des Blockhauses. Eigentlich wäre dies für uns dieses Jahr kein Thema gewesen, mit all den Projekten, die wir gerade wälzen.




Bei der Vorbereitung des Bodens hatten wir Ende

August Hilfe von Rainer und Heidi.











Mitte September kamen dann Reinhold und Josef zu uns und wir brauchten eine zusätzliche Unterkunft. Da lag es auf der Hand, das Blockhaus möglichst schnell voranzutreiben. Das Material hatte ich alles schon lange am Lager.





Der Boden

Der alte Boden, welchen wir bereits letztes Jahr rausgerissen hatten bestand aus einer Lattung, die direkt auf der unebenen Erde lag und einfachen, aufgenagelten Brettern ohne Nut und Kamm. Die Lattung war natürlich komplett verrottet und die Bretter hatten überall breite Spalten, wo der Wind rein pfiff. Auch die Verbindung zur Wand war mit einer aufgenagelten Leiste schlecht gelöst, so dass überall grosse Löcher offen blieben und so einen dauernden Luftzug im Innern des Blockhauses verursachten.


Das wollten wir besser machen. Wir haben entschieden, den Boden auf verstellbare Terrassenstützen aus Kunststoff aufzubauen. Damit waren die Kanthölzer, die als Auflage für den Boden dienen, vor Feuchtigkeit geschützt und unter dem Blockhaus entsteht ein gut durchlüfteter Hohlraum, welcher eine dauerhafte Feuchtigkeit unter dem Haus verhindert.

Unsere Terrassenstützen liessen sich ca 3cm verstellen, so dass Rest-Unebenheiten im Boden noch ausgeglichen werden konnten.

Da der geplante Bodenaufbau natürlich höher war als der alte Boden, mussten wir zuerst noch einige Zentimeter steinharten Corrèze-Boden abtragen und das Ganze einigermassen ausebenen. Einige Zentimeter tönt nicht nach viel, aber letztlich hat es trotzdem ca.. 1.5m3 an Material ergeben, welches wir abgeführt haben.


Für das Setzen der Stützen komprimierten wir jeweils mit einem Stampfer den Boden und verlegten sie im Abstand vom ca. 70cm. Wir haben sie am Boden nicht festgemacht, weil sie anschliessend mit den darauf liegenden Kanthölzern verschraubt wurden.

Als Lattung für den Boden montierten wir darauf 6x8cm Kanthölzer.


Das sah in etwa so aus.


Rost für den Chaletboden

Hinten rechts verstärkten wir die Lattung durch Halbierung der Distanz, weil darauf der Holzofen mit seinen 150kg zu stehen kam.


Als Boden wollten wir ursprünglich dicke, stabile Kiefer-Schlossdielen verlegen, nur konnten wir die in Frankreich nicht finden. Aus Deutschland liefern zu lassen war leider auch keine Option, da dies mehrere hundert Euro gekostet hätte.

Wir entschieden uns, als Basis 19-er OSB-Platten zu legen und darauf dann 23-er Kiefer-Dielen zu verschrauben. Die OSB-Platten haben zusätzlich den Vorteil, dass sie allfällige Feuchtigkeit unten doch recht gut abhalten.

Seitlich zur Wand wurden sowohl OSB wie auch Dielen möglichst genau zugeschnitten. Die Leerräume zu den Rundbohlen der Wände wurden alle mit Holzfasermatten-Stücken zugestopft, so dass der Boden letztlich vermutlich deutlich dichter ist als die Wände des Blockhauses!


Für den Holzofen brauchten wir eine feuerfeste Unterlage. Zuerst wollten wir eine Stahl- oder Aluplatte kaufen. Leider reichten die gängigen Produkte für den Ofen nicht und ein Zuschnitt einer 3mm Aluplatte von über 1m2 war viel zu teuer.

Die günstige Lösung waren Fliesen. Diese jedoch sind schwierig auf Holz zu verlegen und ergeben eine relevante Überhöhung des übrigen Bodens, so sparten wir die Dielen auf ca. 1m x 1,4m aus. In der Grösse des Ausschnitts schnitten wir eine 12-er OSB-Platte zu und verklebten darauf die Fliesen mit Silikon und fugten sie mit Acryl aus. 12-OSB und Fliese ergeben ziemlich genau die 23mm der Diele, die Platte einmal eingelegt lag also einigermassen plan mit den Dielen.



Die Einrichtung

Kernstück ist der kleine, aber wirklich hübsche Holz-Kochherd, welcher zum Heizen und zum Kochen eingesetzt wird. Den Kamin dazu bauten wir aus Sicherheitsgründen professionell auf, mit isolierter Dachdurchführung.

Eine kleine Arbeitsplatte für die Küche, ein Gestell an die Wand und ein kleiner Küchenschrank bilden die Kochecke, ein (im Moment) Einzelbett und eine Komode die Schlafecke und ein Tisch mit 4 Stühlen die Essecke. Dann gibt es noch den Eingang mit Garderobe. Alles sehr überschaubar, aber ausserordentlich heimelig.


Das Blockhaus von innen als Video:



Für wen und wie weiter

Sicher werden wir das Blockhaus bereits so, wie es heute ist, an einzelne Helfer zur Übernachtung anbieten. Zum Wohnen ist es toll! Nur die Toilette ist im Moment eher für Camping gewohnte Menschen gemacht. Es gibt zwar schon eine Trockentoilette, diese ist aber aktuell im Freien. Einzig ein Sonnenschirm schützt etwas vor dem Platzregen auf dem Örtchen.



Wir möchten im 2023 hinter dem Blockhaus noch einen Anbau für eine Trockentoilette und einen Holzunterstand bauen. Künftig werden wir das Blockhaus allenfalls auch an Personen vemieten, die auf der Suche sind nach sich selbst und dazu einen abgeschiedenen Ort bevorzugen.

Comments


bottom of page