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Sommerspaziergang auf Combe Prunde

Sommer wäre eigentlich anders! Die letzten drei Jahre 2018-2020 bedeutete "Sommer" drei Monate schönes Wetter, aber auch sehr trocken. Die Vegetation und damit auch unser Gemüse- und Obstgarten haben schwer unter der Trockenheit gelitten - für die Gäste jedoch war das Wetter natürlich toll!

Dieses Jahr will das Thermometer kaum über die 20-22 Grad klettern und es regnet gefühlte drei Viertel der Zeit. Für die Natur ist dies sichtlich die bessere Wettervariante! Die Wiesen sind Ende Juli immer noch grün, es wimmelt von Blumen und unser Garten hat ein Allzeit-Hoch (es gibt ihn ja auch erst 3 Jahre :-)!


Ich habe letzte Woche einen schönen Tag für einen Foto-Spaziergang über unser Gelände genutzt und versucht, die reichhaltige Natur von Combe Prunde für euch einzufangen. Diesen Spaziergang könnt ihr über die nachfolgenden Fotostrecken mitgeniessen.


Gestartet bin ich beim Haus die Strasse rauf Richtung Garten. Der Garten entwickelt sich gut unter dem Blickwinkel, dass es erst das 3. Jahr ist und er sich auf 900m befindet! Rund um den Garten die Streuobstwiese mit vielen Blumen. Mähen werden wir erst, wenn die Blumen verblüht sind und sich versamen konnten.



Weiter ging's durch den Wald runter zum kleinen See. Auch am Bach und am See blühen verschiedenste Blumen wie Flockenblumen, Disteln und Wasserdost, zur Freude aller Insekten, Libellen und Schmetterlinge! Die Wiese unter dem kleinen Chalet mähen wir ebenfalls spät, weil hier der Druck des Adlerfarns nicht mehr so gross ist und viele Grillen und Heuschrecken das hohe Gras schätzen.



Der Weg führt mich dem See entlang Richtung grosse Heide und über das Plateau. Hier herrscht um diese Zeit normalerweise das Adlerfarn vor. Dieses Jahr haben wir uns mitte Juli entschieden, das Farn überall da zu mähen, wo keine Blumen wachsen. Wo viele Blumen zwischen dem Adlerfarn wachsen, lassen wir diese noch versamen vor dem Mähen. Mehr zum Thema Adlerfarn bekämpfen in Kürze in diesem Blog.



Nach dem Fotografieren an der prallen Sonne entschied ich mich für den Weg durch den kühlen Fichtenwald Richtung unserer schönsten Blumenwiese. Die Blumenwiese ist eine wilde, natürliche Magerwiese. Auf dem sauren Moorboden wachsen nur wenige Arten. Einige davon sind die Flockenblume, Disteln, Hornklee, wilder Thymian, Heilzist, Sandglöckchen, Heidenelke, Kreuzblümchen und das Waldehrenpreis.

Diese jedoch locken tausende Insekten an. Bienen, Wildbienen, Hummeln, unzählige Käfer und viele Schmetterlinge tummeln sich friedlich auf dem reichlichen Nahrungsangebot.

Spannend zu sehen ist, dass sich die Wiese jedes Jahr punkto Arten und Artenvielfalt verändert. Dies hängt sicher stark von den klimatischen Bedingungen ab, ist wohl aber auch eine natürliche Evolution. Klar ist, feuchte Jahre - mehr Blumen!



Man könnte stundenlang das Meer von Blüten und die tausenden Insekten bei ihrem geschäftigen Treiben beobachten! Doch ich mache mich auf den Heimweg über den Damm des grossen Sees zurück zum Ferienhaus.